{"id":150,"date":"2023-04-11T15:48:00","date_gmt":"2023-04-11T13:48:00","guid":{"rendered":"http:\/\/stadtkapelle-illertissen.de\/?p=150"},"modified":"2023-04-11T15:48:00","modified_gmt":"2023-04-11T13:48:00","slug":"strahlender-auftritt-zum-osterfest","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/stadtkapelle-illertissen.de\/?p=150","title":{"rendered":"Strahlender Auftritt zum Osterfest"},"content":{"rendered":"\n<p>Von Regina Langhans (Illertisser Zeitung)<\/p>\n\n\n\n<p>Die Stadtkapelle Illertissen verwandelt die V\u00f6hlinhalle in einen Klangtempel. 60 Mitwirkende, darunter allein sechs Schlagwerker, begeistern das Publikum.<\/p>\n\n\n\n<p>Wenn es gilt, die V\u00f6hlinhalle in Illertissens gr\u00f6\u00dften Konzertsaal zu verwandeln, dann ist die Stadtkapelle am Zug, bildlich und im \u00fcbertragenen Sinne. Etwa mit den Posaunen des preisgekr\u00f6nten Trios Benjamin Desef, Dario Glanz und Johannes Schlosser. Oder am Schlagwerk mit heimischen Gr\u00f6\u00dfen wie Manuel Gira, Jakob Gschwind, Florentine Hahn, Julia Heise, Simon Staiger und Oliver Stahl, die zusammen an doppelt so vielen Perkussionsinstrumenten f\u00fcrs exakte Einhalten von Tempo und Takt sorgten, wie es Dirigent Stefan Tark\u00f6vi den 60 Auftretenden der Stadtkapelle Illertissen vorgab. Beim traditionellen Osterkonzert f\u00fchrte Wilhelm Schmid kenntnisreich durchs Programm.<\/p>\n\n\n\n<p>Rund 450 Besucherinnen und Besucher waren gekommen, die sich am Ende f\u00fcr einen wunderbaren Konzertabend mit riesigem Applaus bedankten und noch zwei rasante Zugaben herausholten, etwa den majest\u00e4tisch gespielten Konzertmarsch &#8222;Neue Welt&#8220; von Alexander Puger (geboren 1970).<\/p>\n\n\n\n<p>Opulent war bereits der Auftakt des Abends, indem die Kapelle mit &#8222;A Festival Prelude&#8220; von Alfred Reed (1921 bis 2005) das Werk eines bedeutenden Komponisten f\u00fcr Blasmusikorchester aus den USA pr\u00e4sentierte. Zu h\u00f6ren gab es festliche, opernhaft ausladende Kl\u00e4nge mit deutlichem \u00fcbergang in einen ruhigen Teil und Trommelwirbel am Schluss. Darauf wurde es richtig dramatisch, indem die Kapelle mit &#8222;Flight&#8220;, eine Komposition des Schweizers Mario B\u00fcrki (geboren 1977), musikalisch in Szene setzte. Damit war die Stunde der Schlagwerker gekommen: Auf Marimba, Glockenspiel, R\u00f6hrenglocken, Pauken oder Gong \u2013 um nur einige zu nennen \u2013 begleiteten sie so effektvoll wie spannend die musikalische Flugreise, welche nach Motorschaden und Weitersegeln im Wind in einer erfolgreichen Landung gl\u00fccklich endete.<\/p>\n\n\n\n<p>Geboten war musikalisches Drama pur bis zur letzten Note, teils pusteten und schnippten sogar die Bl\u00e4ser f\u00fcr die Ger\u00e4uschkulisse mit. Beim n\u00e4chsten St\u00fcck, dem &#8222;Aquarium&#8220; von Johan de Meij (geboren 1953), war abwechslungsreiche Tonmalerei zu h\u00f6ren. Um die farbenfrohe Unterwasserwelt darzustellen, wurden typische Klangmotive oder einzelne Blasregister den jeweiligen Fischen zugeteilt. So wurden etwa im ersten Satz, einem Allegretto grazioso, Neonsch, Zitteraal und Segelosser charakterisiert.<\/p>\n\n\n\n<p>Mit &#8222;Gulliver\u2019s Travels&#8220; von Bert Appermont (geboren 1973) nach dem satirischen Roman von Jonathan Swift kam M\u00e4rchenstimmung auf. Angek\u00fcndigt wurde sie von Angelika Tark\u00f6vi mit heller Piccolo\u00f6te, gefolgt von tiefen Bl\u00e4sern. Dann \u00fcbernahm melodienreich das Klarinettenregister den Weg nach Liliput, ins Land der Zwerge. Brobdingnag, das Land der Riesen, wurde dominiert vom Fagott mit Rudolf Bettenmann und die schwimmende Insel Laputa war gepr\u00e4gt von schwebenden Kl\u00e4ngen. Ins Land der Pferde, The Houyhnhnms, f\u00fchrten vorw\u00e4rtstreibende, stakkatoartige Rhythmen auf der Trompete.<\/p>\n\n\n\n<p>Einmal im fantastischen Genre angekommen, ging es mit ber\u00fchmten Filmmelodien weiter. In der &#8222;Indiana Jones Selection&#8220; mit spannender Musik von John Williams (geboren 1932) im Arrangement von Hans van der Heide war wiederum das Blasorchester in seiner ganzen instrumentalen Wucht gefordert. Dabei brillierte Angela P\u00fcger am Englischhorn mit Solopartien. Es folgte die atemberaubende Welt der Italo-Western von Ennio Morricone in einer Zusammenfassung von Johan de Meij. Die Klarinetten am ersten Pult arbeiteten die jeweiligen Titelmelodien sehr differenziert heraus, gerade beim Titel &#8222;Once Upon A Time In The West&#8220;.<\/p>\n\n\n\n<p>Dem Orchester war die Spielfreude nach den ausgefallenen Osterkonzerten 2020 und 2021 anzuh\u00f6ren, aber ihr Dirigent hatte auch ein herausforderndes Programm mit vielen Solonummern und gl\u00e4nzenden Titeln zusammengestellt. Corona-bedingt lagen \u00fcber zwei schwierige Probenjahre hinter ihnen, gekennzeichnet von Zwangspausen, Neustarts, Teilproben. Tark\u00f6vi zeigte sich froh, dass dem Konzert nur wenige Personen krankheitshalber wegbleiben mussten. Somit konnte die Blaskapelle mit einer weiteren Eigenschaft punkten: als zahlenm\u00e4\u00dfig gro\u00dfes Ensemble sehr klangkonform und homogen im Ausdruck auftreten zu k\u00f6nnen. Rein \u00e4u\u00dferlich hatte der Dirigent wenig zu dirigieren, er und seine Kapelle waren bestens eingespielt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von Regina Langhans (Illertisser Zeitung) Die Stadtkapelle Illertissen verwandelt die V\u00f6hlinhalle in einen Klangtempel. 60 Mitwirkende, darunter allein sechs Schlagwerker, begeistern das Publikum. Wenn es gilt, die V\u00f6hlinhalle in Illertissens gr\u00f6\u00dften Konzertsaal zu verwandeln, dann ist die Stadtkapelle am Zug, bildlich und im \u00fcbertragenen Sinne. 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