{"id":152,"date":"2022-11-13T15:49:00","date_gmt":"2022-11-13T14:49:00","guid":{"rendered":"http:\/\/stadtkapelle-illertissen.de\/?p=152"},"modified":"2022-11-13T15:49:00","modified_gmt":"2022-11-13T14:49:00","slug":"maerchen-und-modernes-beim-masterkonzert","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/stadtkapelle-illertissen.de\/?p=152","title":{"rendered":"M\u00e4rchen und Modernes beim Masterkonzert"},"content":{"rendered":"\n<p>Die Stadtkapelle Illertissen erfreut in der V\u00f6hlinhalle mit einem nicht allt\u00e4glichen Konzert. Dirigent Stefan Tark\u00f6vi macht seinen Masterabschluss im Fach Dirigieren.<\/p>\n\n\n\n<p>Von Regina Langhans (Illertisser Zeitung)<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"579\" src=\"http:\/\/217.154.211.222:8080\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/herbstkonzert22-article-1024x579.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-153\" srcset=\"https:\/\/stadtkapelle-illertissen.de\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/herbstkonzert22-article-1024x579.png 1024w, https:\/\/stadtkapelle-illertissen.de\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/herbstkonzert22-article-300x170.png 300w, https:\/\/stadtkapelle-illertissen.de\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/herbstkonzert22-article-768x435.png 768w, https:\/\/stadtkapelle-illertissen.de\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/herbstkonzert22-article-1536x869.png 1536w, https:\/\/stadtkapelle-illertissen.de\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/herbstkonzert22-article.png 1912w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Im Zuge eines Herbstkonzertes in der gut besuchten V\u00f6hlinhalle stand die Stadtkapelle Illertissen ihrem langj\u00e4hrigen Dirigenten Stefan Tark\u00f6vi als Pr\u00fcfungsorchester zur Verf\u00fcgung. Damit hat der Masterabsolvent den praktischen Teil im Fach Dirigieren abgelegt. Somit zeigte sich das sinfonische Blasorchester merklich um noch mehr Pr\u00e4zision bem\u00fcht. Die rund 65 Mitspieler bewiesen h\u00f6chste Konzentration.<\/p>\n\n\n\n<p>Moderator Wilhelm Schmid f\u00fchrte informativ durch den Abend. Er zitierte Tark\u00f6vi, den es gereizt habe, den zweiten Satz des Orchesterwerks &#8222;Trois Nocturnes&#8220; von Claude Debussy (1862 bis 1918) &#8222;mit seinen malerischen Klangfarben speziell f\u00fcr sinfonische Blasorchester zu arrangieren&#8220;. Dies scheint ihm \u00fcberaus gelungen: Tark\u00f6vi hat es verstanden, das der Komposition innewohnende Klangpotenzial f\u00fcr Streicher ausgewogen auf die Blasregister zu verteilen.<\/p>\n\n\n\n<p>Verst\u00e4rkt durch effektvolle Percussion-Eins\u00e4tze wurde daraus ein tolles H\u00f6rererlebnis voll spritziger musikalischer \u00fcberraschungen. So fehlten auch nicht Ankl\u00e4nge ans Original in Form von Vokaleins\u00e4tzen oder einem markanten Harfenglissando, in dem Fall ein rasantes Gleiten \u00fcber die Tasten des E-Pianos. Besonders au\u00dferdem: der musikalische Erfolg stellte sich auch ohne Taktstock, dem verl\u00e4ngerten Arm des Dirigenten, ein. Orchester und Leitung schienen geradezu blindlings miteinander zu kommunizieren, akustisch wie optisch ein Genuss, indem etwa die Schlagwerker an ihren Percussion-Instrumenten, darunter vier Stabspiele, dynamisch hin- und herwechselten. Debussys Komposition gilt als wichtiges Werk des musikalischen Impressionismus und bildet so den \u00fcbergang zwischen der Musik der Romantik und der Moderne. Einen romantischen Anstrich gab die Stadtkapelle ihrem Konzert mit der opulent intonierten Ouvert\u00fcre &#8222;Hanover Festival&#8220; (Philip Sparke, geboren 1951). Darauf folgte mit &#8222;Of Castles And Legends&#8220; (Thomas Doss, geboren 1966) eine programmatische Komposition rund um die Sage von der wei\u00dfen Frau auf der Kugelsburg im nordhessischen Volkmarsen. Der Stadtkapelle gelang eine kraftvolle Interpretation in der Art von musikalischer Fantasy-Literatur.<\/p>\n\n\n\n<p>Mit einer furiosen Tonfolge zum Einstieg in das schmissig gespielte Capriccio (Hidas Frigyes, 1928 bis 2007), das erst nach dem Schlussakkord mit einem Brummton der Kontrabassklarinette richtig endete, erwies Stefan Tark\u00f6vi seiner ungarischen Heimat die Ehre. Zugleich vollzog er einen Schwenk ins Fach der Folklore und T\u00e4nze. Mit den &#8222;Cajun Folk Songs&#8220; (Frank Ticheli, geboren 1958) bekam das Publikum alte Volksmusik franz\u00f6sischer Auswanderer zu h\u00f6ren, die erst in Kanada und schlie\u00dflich im Louisiana der Vereinigten Staaten landeten. Dabei ging es nach ber\u00fchrenden Saxofonkl\u00e4ngen zum Einstieg bald melodisch und schwungvoll in Zweier- und Dreiertakt-Passagen voran.<\/p>\n\n\n\n<p>Mit &#8222;Early Hungarian Dances From G\u00f6m\u00f6r&#8220; (\u00c1rp\u00e1d Bal\u00e1zs, geboren 1937) wurde es nochmals folkloristisch, wobei in Ungarn diese Traditionen in die klassische Musik einflie\u00dfen. F\u00fcr die Stadtkapelle eine weitere Gelegenheit, im harmonischen Wechseln von Rhythmen und Klangfarben zu gl\u00e4nzen und den Anschein zu erwecken, als k\u00e4me ihre ganze Klangf\u00fclle aus einer einzigen Quelle. Teils lie\u00dfen sich die Instrumente schon nicht mehr heraush\u00f6ren, indem ihre Melodiepassagen einfach ins n\u00e4chste Register hin\u00fcberglitten. \u00e4hnlich bei &#8222;Incantation And Dance&#8220; (John Barnes Chance, 1932 bis 1972), einem Standardwerk f\u00fcr sinfonische Blasmusik: Nach beginnendem Fl\u00f6tensolo setzte eine Instrumentalgruppe nach der anderen ein. Bei der gerne gew\u00e4hrten Zugabe mit &#8222;Cuban Sound&#8220; (Giancarlo Gazzani, geboren 1941) drehten alle f\u00fcr echte unverf\u00e4lschte Latin-Kl\u00e4nge nochmals richtig auf: Bl\u00e4ser, Schlagwerker und Ivo Deinigner am Kontrabass als einziger Streicher sowie Dirigent Stefan Tark\u00f6vi ohne Stab, der sein Orchester wortw\u00f6rtlich im Griff hatte.<\/p>\n\n\n\n<p>Zuletzt meldete sich der studierte Trompeter und nunmehr Master mit Abschluss Dirigieren selbst zu Wort: Der Konzertabend sei dank intensiver Probenarbeit und Unterst\u00fctzung von Gastmusikern wie etwa des Klarinettisten Harald Gerlach m\u00f6glich geworden, und zum Studium gereizt habe ihn die Corona-Zeit, &#8222;weil ich nicht stehen bleiben wollte&#8220;. Jetzt, zwei Jahre sp\u00e4ter, habe er unter Anwesenheit seiner Dozentin Eva Fodor von der Hochschule Stuttgart mit der praktischen Pr\u00fcfung abschlie\u00dfen k\u00f6nnen. Somit galt der begeisterte Schlussapplaus beiden, der Stadtkapelle und ihrem Dirigenten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Stadtkapelle Illertissen erfreut in der V\u00f6hlinhalle mit einem nicht allt\u00e4glichen Konzert. Dirigent Stefan Tark\u00f6vi macht seinen Masterabschluss im Fach Dirigieren. Von Regina Langhans (Illertisser Zeitung) Im Zuge eines Herbstkonzertes in der gut besuchten V\u00f6hlinhalle stand die Stadtkapelle Illertissen ihrem langj\u00e4hrigen Dirigenten Stefan Tark\u00f6vi als Pr\u00fcfungsorchester zur Verf\u00fcgung. 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