Liebeserklärung an Illertissen

Auf der Wiese vor dem Museum der Gartenkultur zeigt die Stadtkapelle ihr Können.

Schönes Ambiente, große Freude und starke Leistungen. Foto: Wilhelm Schmid

Illertissen Der „rote Faden“, der sich
laut Dirigent David Schöpf durchs
Programm der Serenade im Grünen
auf der Wiese vor dem Museum der
Gartenkultur zog, entpuppte sich
dank der sympathischen Moderation
des Kapellmeisters als Liebeserklä-
rung an seine neue Heimat Illertissen.

Er leitet nicht nur das Große Blas-
orchester der Stadtkapelle Illertissen,
sondern auch Vorstufe und Jugendka-
pelle. Das hat einen Grund. Schöpf
will persönlich dazu beitragen, dass
die Qualität der Stadtkapelle so hoch
bleibt, wie sie ist. Wie bei der Serena-
de zu sehen und hören war, haben
nicht nur die Nachwuchskräfte, son-
dern auch er selbst ihre helle Freude
am Musizieren. Das wurde in drei
Rock-Hits deutlich, wo das präzise
Wechsel- und Zusammenspiel von
tiefem Blech und Klarinetten beein-
druckte. Dass „A Good Start“, also ein
guter Anfang für eine musikalische
Karriere gegeben ist, wie der Titel des
Marsches versprach, darf man mit
gutem Gewissen annehmen.

Mit dem Peter-Maffay-Erfolg
„Nessaja“ zum Text „Ich wollte nie er-
wachsen sein“, demonstrierten die
Mitglieder des Blasorchesters, dass
die Musik mehr ist als Hobby und
dass sie so mental jung bleiben. Das
galt auch für die originelle Vertonung
von „Rapunzel – neu verföhnt“. Lan-
ger Beifall leitete zu Perlen aus dem
„Polka-Walzer-Marsch“-Repertoire
über. Es wurde mit Dank an die „Mu-
sikantenfrauen“ in der gleichnami-
gen Polka eröffnet. Der grandiose
Konzertmarsch „Sempre Unita“, der
zum vereinten Europa aufruft, sowie
die „Polka ins Glück“ und die „Polka
mit Herz“ gaben Schöpf Gelegenheit,
von den ersten Kontakten zur Stadt-
kapelle zu erzählen. Er freue sich sehr,
nun mehr als zwei Jahre hier am Pult
zu stehen.

Dass sein Leben nach dem mit ei-
nem Spitzen-Masterkonzert abge-
schlossenen Studium ruhiger verlau-
fen könnte, deutete Schöpf mit dem
Walzer „Tranquillo“ an. Zum Ab-
schluss gab es den „Hochachtungs-
marsch“ des Südtiroler Spitzenmusi-
kers Herbert Pixner. Der Erfolgshit
„Lass die Musik an“ der Indie-Band
Madsen beschloss als Zugabe ein
denkwürdiges Konzert.

Quellennachweis:
Text: Illertisser Zeitung online vom 13.07.2026
Foto: Wilhelm Schmid

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